…hieß es am Montag, den 14. September für 24 Schüler der Klasse 12.
Am ersten Tag mussten unsere 12er eine Fotochallenge absolvieren und dabei die Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken sowie in Szene setzen. Die zwei Gruppen mit den kreativsten und meisten Fotos haben dafür eine kulinarische Stärkung bekommen. Auf den Fotos gab es somit die astronomische Uhr, den Pulverturm oder die Karlsbrücke mit den Gesichtern des GymLi zu sehen.
Am zweiten Tag ging es für uns in das Museum der Geschichte Prags. Dort konnten wir die historischen Ereignisse sowie prägende Personen der Stadt mit Audioguide und AR einmal auf eine andere Weise entdecken. Im weiteren Verlauf des Tages erkundeten wir das jüdische Viertel Prags. Bei dieser Führung gewannen wir Einblicke in das jüdische Leben, ihre Bräuche, den jüdischen Glauben und durften historische Bauwerke wie die Synagogen besuchen. In einer der Synagogen waren die Namen von Holocaust-Opfern an die Innenwände geschrieben, eine andere diente wiederum als Begegnungszentrum oder Konzerthalle.
Ebenso besuchten wir den jüdischen Friedhof, auf welchem die Gräber von vor vielen Jahrhunderten immer noch erhalten sind. Nachdem die Schüler erneut auf eigene Faust die Stadt erkunden durften, ging es dann gemeinsam ins Schwarzlicht-Theater.



Unser nächster Tag stand ganz im Zeichen Franz Kafkas. Bei einer Führung durch die Stadt wurde uns gezeigt, in welchen Gebäuden er lebte und welche Orte ihn geprägt haben. Während der Tour kamen wir auch an dem ihm gewidmeten Denkmal, dem „Kafka-Kopf“ vorbei, der zusätzlich eine Verwandlung darstellt. Im Kafka-Museum gewannen wir wiederum intensivere Einblicke in die Themen, die ihn bewegten. So zum Beispiel seine Liebesbeziehungen oder seine familiäre Situation. Zum Abschluss besuchten wir das Grab Kafkas auf einem jüdischen Friedhof. Trotz der vielen vergangenen Jahre erschien uns dort Kafkas Lebenswerk und die jüdische Geschichte noch immer sehr präsent.
Zum Ende des Tages hatten die Schüler noch einmal Freizeit, um sich die Stadt individuell anzuschauen und sich auch kulinarisch weiterzubilden. Einige Schüler haben noch einmal alle verfügbaren Kräfte mobilisiert und den „kleinen Eiffelturm Prags“ bestiegen. Der wunderbare Blick über die Stadt entschädigte dabei für die vielen Schritte.
Diese Reise hat uns auf jeden Fall neue Einblicke in die Geschichte der Stadt und das Leben Kafkas gegeben. Und vielleicht denken wir schon bald zurück an unsere Ausflüge, wenn wir das nächste Mal einen Text von Kafka lesen.
Text/ Bildrechte: S. Frei
